Bepflanzung rund um den Pool: Welche Pflanzen passen, welche besser nicht

Ein Pool im Garten verändert das gesamte Gestaltungskonzept des Grundstücks. Die Beckenfläche wird Mittelpunkt, das Wasser spiegelt Licht und Wärme, die Umgebung wird stärker frequentiert als andere Gartenbereiche. Damit der Pool nicht wie ein technischer Fremdkörper wirkt, sondern Teil eines stimmigen Außenraums wird, bedarf es einer passenden Bepflanzung. Dabei sind Standort und Pflege am Wasser besonders.
Standortbedingungen am Pool
Die Umgebung eines Beckens wird klimatisch stark vom Becken selbst beeinflusst und ist damit deutlich von den übrigen Gartenlagen verschieden. Die Wasserfläche spiegelt Sonnenstrahlung, Lufttemperatur und UV-Belastung kann höher sein. Am Beckenrand verdunstet Wasser, die Luftfeuchtigkeit wird lokal erhöht. Über Spritzwasser gelangen geringe Mengen an Chlor, Brom oder (bei Salzwasserbecken) auch Salz in den Boden, je nach Wasseraufbereitung. Pflanzen, die direkt am Becken wachsen, müssen deshalb salztolerant, hitzeverträglich (im Sommer vor allem) und möglichst immergrün sein, damit sie kein Laub ins Wasser bringen.
Deshalb ist die korrekte Bepflanzung beim Poolbau so wichtig. Damit es später keine Probleme mit Wurzeldruck und Folienbelastung gibt, sollte zwischen tiefwurzelnden Gehölzen und Beckenrand unbedingt ein Abstand von mindestens 1,5 bis 2 m gehalten werden. Außerdem sollten Technikschächte und Filteranlagen an gut erreichbaren Plätzen stehen, um die Bepflanzung zusätzlich zu strukturieren.
Geeignete Pflanzen für die Poolumgebung
Ziergräser gehören zu den besten Begleitern am Swimmingpool. Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides), Chinaschilf (Miscanthus sinensis) und Pampasgras (Cortaderia selloana) verlieren wenig feines Material, kommen mit Trockenheit klar und bringen Bewegung in die Szenerie, ohne dass der Filter gleich verstopft. Auch Lavendel, Rosmarin und Santolina kommen mit warmen, trockenen Standorten zurecht und geben einen aromatischen Duft ab.
Wer es schattig mag, greift zu Olivenbäumen, Feigen oder Zwerg-Granatapfel. Diese mediterranen Gehölze werfen nie ganz viel Laub auf einmal ab, ihre Krone ist gut formierbar, und sie fügen sich gut zu Holzdecks und Natursteinplatten. Zur Abtrennung von Nachbargrundstücken eignen sich Bambusse der nicht ausläuferbildenden Gattung Fargesia, wenn man den vorgesehenen Pflanzabstand einhält. Bei Arten der Gattung Phyllostachys ist man auf jeden Fall dazu gezwungen, eine Rhizomsperre zu legen, da die Ausläufer mehrere Meter ziehen können.
Stauden mit niedrigem Laubabwurf, wie Funkien, Storchschnabel oder Frauenmantel, schmücken die Pflanzbeete im Halbschatten, während Zwiebelgewächse wie Allium oder Schmucklilien nur punktuell Material in die Anlage bringen, ohne es gleich wieder abzuführen. Bodendecker wie Polsterthymian oder Sedum schließen Fugen und reduzieren die Pflegearbeiten an der Beckenkante.
Pflanzen, die in der Nähe des Schwimmbeckens Probleme machen
Einige Pflanzen bringen mehr Probleme als gestalterischen Gewinn. Das gilt für Birken, Pappeln und Weiden, die feinstes Laub, Kätzchen und Samen über lange Zeiträume entlassen. Die Pollenbelastung ist zudem ein Ärgernis für Filteranlage und Skimmer. Linden haben die gleiche Eigenschaft wie Obstbäume und geben über die Blattunterseiten Honigtau ab, welcher klebrige Rückstände auf dem Rand des Beckens und auf den Gartenmöbeln hinterlässt.
Dies gilt auch für beerentragende Sträucher wie Holunder, Eberesche oder einige Arten von Cotoneaster, die Steinplatten und Folien regelmäßig und unwiderruflich verfärben, sobald die Früchte reif sind und herabfallen. Gleiches gilt für Maulbeerbäume. Nadelgehölze wie Kiefer und Fichte verlieren das ganze Jahr über Nadeln, die sich in den Filterkörben so festsetzen, dass sie kaum ausgespült werden können.
Vorsicht ist auch bei den pollenabgebenden Frühblühern angebracht. Hasel, Erle und einige Zierkirschen produzieren große Mengen Pollen, die sich mit Wasser zu einem schmierigen Belag auf der Beckenoberfläche verbinden. Wer auf blühende Gehölze nicht verzichten möchte, sollte diese in einiger Entfernung zum Pool pflanzen.
Der Boden, die Pflege und die langfristige Planung
Der Untergrund im Bereich des Beckens wird anders als andere Gartenbereiche mehr in Mitleidenschaft gezogen. Durch Spritzwasser, Sonnenbestrahlung und mechanische Belästigung trocknet die obere Bodenschicht dort schneller aus. Mulchmaterial in Form von Kies, Splitt oder Lavagranulat hält die Feuchtigkeit im Boden und fängt gleichzeitig die Spritzer vom Beckenrand auf. Von Rindenmulch sollte abgesehen werden. Die Holzfasern werden leicht ins Wasser geweht.
Die Pflanzbeete im Bereich rund um das Becken sollten möglichst nicht über das Niveau des Beckenrandes ablaufen, damit bei Starkregen keine Erde ins Wasser gespült wird. Eine wenig tiefergelegte Pflanzfläche oder Einfassungen aus Stein oder Cortenstahl, die tiefer stehen, verhindern den Eintrag und erleichtern die Pflege.
