Den Garten neu denken: Wie ein Pool das Outdoor-Erlebnis verändert

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Wer seinen Garten wirklich nutzen will, denkt früher oder später über eine Erweiterung nach, die über Rasenmähen und Beetpflege hinausgeht. Ein Schwimmbecken verändert die Art, wie ein Außenbereich wahrgenommen und genutzt wird. Es verschiebt den Mittelpunkt des Alltags nach draußen. Gleichzeitig stellt es Gartenbesitzer vor konkrete Planungsfragen, die von der Standortwahl bis hin zu Baugenehmigungen reichen.

Was ein Pool mit dem Garten macht

Ein Schwimmbecken ist kein isoliertes Element. Es zieht Terrasse, Bepflanzung und Wegführung in seinen Radius. Damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht, sollten die Materialien, Farben und Formen aller Elemente aufeinander abgestimmt sein. Ein moderner, rechteckiger Einbaupool beispielsweise verlangt nach klaren Linien, großformatigen Terrassenplatten und zurückhaltender Bepflanzung. Dekorative Gräser wie Pampasgras, Chinaschilf oder Bambus passen gut in diesen Stil, ergänzt etwa durch die Purpurhasel mit ihren dunkel-braunroten Blättern als bewussten Kontrast.

Wer mediterranes Flair bevorzugt, greift zu Naturstein, Terrakotta-Kübeln und Pflanzen wie Oleander, Lavendel oder Rosmarin. Diese Arten kommen gut mit dem heimischen Klima zurecht und sind für Hitzeperioden im Sommer gut gewappnet.

Bei der Bepflanzung rund um den Pool gilt eine praktische Regel: Laubstarke Bäume in unmittelbarer Nähe sollten vermieden werden. Blätter und Kleinpartikel verunreinigen das Wasser, was zusätzliche Reinigungsarbeit bedeutet. Gräser, Farne und Sträucher mit wenig Laubabwurf sind pflegeleichtere Alternativen.

Planung und Kosten: Was realistisch einzuplanen ist

Professioneller Schwimmbadbau beginnt mit der richtigen Standortanalyse. Bodenbeschaffenheit, Gefälle, Sonneneinstrahlung und Zugang für Baumaschinen sind früh zu prüfen. In der Schweiz ist zudem eine Baugenehmigung in vielen Kantonen Pflicht, bevor Aushubarbeiten beginnen. Der Aushub für einen in den Boden eingelassenen Pool kann je nach Standort und Bodenbeschaffenheit erheblich ins Gewicht fallen. Harter Boden treibt die Kosten nach oben, und die Entsorgung des Aushubmaterials durch Fachbetriebe kommt hinzu.

Für einen hochwertigen Einbaupool mit den Maßen 8 x 4 Meter sind zwischen 20.000 und 35.000 Euro einzuplanen, zusammengesetzt aus Materialkosten, technischer Ausstattung und Bauarbeiten. In der Schweiz liegen die Materialkosten allein für einen mittelgroßen Pool aus Kunststoff oder Stahlwand laut Branchenangaben bei rund 35.000 Franken. Die laufenden Betriebskosten eines Pools mit den Maßen 4 x 8 Meter inklusive Wasserheizung über eine Wärmepumpe bewegen sich in der Schweiz zwischen 1.500 und 5.000 Franken pro Jahr.

Zur technischen Grundausstattung gehören Filter, Pumpe, Heizung und Beleuchtung. Energieeffiziente Pumpen und Beleuchtungssysteme helfen, die laufenden Kosten zu reduzieren. Eine gute Poolabdeckung minimiert die Verdunstung und damit den Wasserverbrauch. Wer den Poolbau mit der Gartengestaltung kombiniert, kann Planungs- und Ausführungsaufwand bündeln und dadurch Gesamtkosten reduzieren.

Pool und Terrasse als funktionale Einheit

Die Terrasse ist mehr als ein Bodenbelag neben dem Becken. Sie stellt den nahtlosen Übergang von Haus zu Garten und Pool dar, bei dem es auf maximale Funktionalität und gleichzeitige Wohlfühlatmosphäre ankommt. Der richtige Bodenbelag ist dabei ein zentraler Startpunkt. Holzdielen, WPC-Belag oder großformatige Betonplatten haben unterschiedliche Eigenschaften in Bezug auf Wärmeabsorption, Rutschfestigkeit und Pflegeaufwand. Für den Bereich direkt am Becken empfehlen sich Materialien, die auch bei Nässe griffig bleiben.

Hohe Gräser, Bambus oder Heckenpflanzen schaffen Sichtschutz und machen die Poolterrasse zu einem intimeren Rückzugsort. Pflanzen lassen sich außerdem nutzen, um verschiedene Funktionsbereiche zu definieren, etwa einen Essbereich oder einen Ruhebereich. Wer technische Elemente wie Filterpumpen oder Heizungskomponenten unauffällig unterbringen möchte, integriert sie im Boden unter dem Terrassendeck. Eine Luke in den Terrassendielen ermöglicht einfachen Zugang für Wartungsarbeiten, ohne die optische Gesamtwirkung zu beeinträchtigen.

Investition mit nachweisbarem Mehrwert

Ein Pool verändert nicht nur die Gartennutzung, sondern hat in vielen Fällen auch Auswirkungen auf den Immobilienwert. Eine Analyse von immowelt zeigt, dass ein Swimmingpool den Hauspreis in Deutschland im Schnitt um 13 Prozent erhöht, was bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus rund 46.890 Euro entspricht. Voraussetzung für eine solch hohe Wertsteigerung ist, dass das Schwimmbecken fest und fachmännisch verbaut ist. Je hochwertiger und optisch ansprechender die Ausführung, desto höher fällt die Wertsteigerung aus.