Garten und Pool als Einheit: Stimmiges Gesamtkonzept gestalten

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Ein Pool verändert einen Garten so grundlegend wie kaum ein anderes Gestaltungselement. Er wird zum Blickfang, er strukturiert den Freiraum neu und legt fest, wie der Außenbereich überhaupt genutzt werden soll. Wer jedoch Garten und Pool als zwei getrennte Projekte plant, verschenkt viel Potenzial. Ein gutes Gesamtkonzept verbindet beide zu einem stimmigen Ensemble, das sowohl ästhetisch ansprechend als auch im Alltag funktionell ist.

Standort und Planungsgrundlagen

Die Qualität eines Gartenkonzepts mit Pool hängt maßgeblich von der Wahl des Standorts ab. Eine Südlage ist nicht optimal, da sich die Wasserfläche dann über einen längeren Zeitraum der Sonne ausgesetzt ist. Wenn jedoch keine Bäume oder sonstige Bauwerke einen natürlichen Schatten werfen, kann sich der Bereich schnell überhitzen. Oft ist eine Ost-Südost-Ausrichtung sinnvoller, da sie vormittags und mittags Sonne bringt, nachmittags aber durch angebaute Pflanzen oder Gebäudeteile geschützt werden kann.

Größe des Grundstücks, Bodenbeschaffenheit und Grundwasser beeinflussen die Planung ebenso wie örtliche Bauvorschriften. Je nach Kanton und Fassungsvermögen sind in der Schweiz Schwimmbecken baugenehmigungspflichtig. Ein Mindestabstand zu den Grundstücksgrenzen beträgt meist 1,5 bis 3 m. Wer einen Pool in Zürich plant, sollte diese Vorschriften schon bei der ersten Planung bedenken, da spätere Änderungen sehr teuer sind und aufwendig durchgeführt werden müssen. Der Gedankenaustausch mit den Behörden und Fachbetrieben ist dann fällig.

Bepflanzung um das Wasser: was wuchert, was stört

Die Pflanzenwahl um den Pool erfolgt nach ganz anderen Gesichtspunkten als die Pflanzenauswahl für den Garten. Blätter und Früchte, die ins Wasser fallen, sowie Pollen machen die Reinigung schwierig und verlangen nach besonderer Pflege. Daher sind Laubbäume in unmittelbarer Nähe des Beckens nicht zweckmäßig, auch Nadelbäume scheiden aus, da sie mit ihrem Harz und ihren Nadeln stören. Geeignete Pflanzen für den Poolbereich produzieren möglichst wenig Laub, besitzen ein starkes Wurzelwerk ohne ausbreitende Rhizome und haben eine eher schlichte, straffaufbauende Wuchsform.

Hier haben sich Gräser (Calamagrostis acutiflora, Pennisetum), mediterranes Kraut (Lavendel, Rosmarin) und Stauden (Agapanthus) als locker blühende, trotzdem pflegeleichte Pflanzen bewährt, die dem Poolbereich eine ruhige, gepflegte Atmosphäre verleihen. Für die hintere Rahmung eignen sich auch immergrüne Gehölze, etwa Kirschlorbeer, oder auch Bambus in Kübeln, bei dem der Vorteil besteht, dass er versetzt und somit auch als Sichtschutz verwendet werden kann.

Materialwahl für die Umrandung: Funktion und Schönheit

Die Poolumrandung ist die Schnittstelle zwischen Wasser und Garten. Material und Ausführung bestimmen über Rutschsicherheit, Hitzeabsorption, Pflegeaufwand und Schönheit.

Der Markt zeigt uns drei Materialien:

  • Naturstein, z. B. Sandstein, Travertin, Quarzit, wirkt edel und ist langlebig. Die Oberfläche muss unbedingt gebürstet oder geschliffen, keinesfalls aber poliert sein, um Rutschgefahr auszuschließen. Hellere Steinfarbtöne nehmen weniger Sommerhitze auf als dunklere und erhöhen damit den Barfußkomfort erheblich.
  • Feinsteinzeug ist eine preiswerte Alternative in ähnlicher Optik. Etliche der neuen Outdoorformate im Beton- oder Steinimitat lassen sich gut in heutige Gartenkonzeptionen integrieren. Entscheidende Bedeutung hat die Rutschhemmklasse. Für nasse Außenbereiche gilt nach DIN EN 16165 mindestens R11 als Mindeststandard.
  • Holz und Holz-Kunststoff-Verbundstoffe (WPC) schaffen Wohnlichkeit, verlangen aber Pflege. Insbesondere bei dauerhafter Nässe und wechselnden Temperaturen können sie sich verziehen und Algenbildung begünstigen und damit ihre Lebensdauer herabsetzen.

Sichtschutz und räumliche Gliederung

Ein Pool im Garten verlangt eine klare räumliche Fassung. Ohne Sichtschutz wirkt der Bereich ungeschützt und zufällig. Gleichzeitig soll der Sichtschutz aber nicht erdrückend wirken und darf den Garten nicht in dunkle Zonen unterteilen.

Hier hat sich ein gestaffelter Aufbau bewährt: im unmittelbaren Bereich niedrige Bepflanzung oder Rasenfläche, dann im mittleren Bereich strukturierende Gräser oder Staudenbeete, im Hintergrund ist schließlich mit immer dichter werdenden Elementen wie Hecken, Rankgerüsten oder Holzpaneelen zu arbeiten. Auch Sichtschutzglas in der Qualität ESG (mindestens 10 mm dick) kombiniert optische Verkehrung mit effektivem Windschutz.

In städtischen Gärten, in denen Nachbarbebauung oder an den Garten angrenzende Grundstücke den Blick freigeben, ist eine Verbindung aus baulichem Sichtschutz, also Pergola, Gabione oder Mauer und bepflanzten Einfassungen wohltuend und ändert die aus Holz oder Beton errichtete Sichtschutzwand in einen der Natur näher stehenden Anblick, der über alle Jahreszeiten hinweg ansprechend zu gestalten ist.