Kiesweg anlegen ohne Unterbau: DIY-Anleitung und Tipps
Für viele gehört der Traum vom eigenen Garten zum Eigenheim dazu. Schließlich kann man die Zeit im Garten gut für Grillnachmittage und das gemeinsame Beisammensein nutzen. Damit der Garten gut zugänglich ist, sollte der Gartenweg sorgfältig geplant werden. Für diesen Zweck bietet sich ein Kiesweg an, der das Laufen im Garten angenehmer macht. Im Folgenden gibt es die wichtigsten Informationen für die Gestaltung und Planung eines Kieswegs.
Welche Vorteile hat ein Kiesweg?
Ein Kiesweg im Garten hat viele Vorteile, denn im Gegensatz zu gepflasterten Wegen sind Kieswege natürlich. Die Konstruktion von Kieswegen ist günstig und erfordert kein Vorwissen. Der Weg aus Kieseln kann problemlos innerhalb von ein paar Stunden angebracht werden. Außerdem stechen Kieswege von der restlichen Gartengestaltung hervor und werten den Garten optisch auf. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Garten durch den Kiesweg bei allen Wetterlagen zugänglich ist.
Auch bei Regen kann man den Garten betreten, weil der Kiesbau dafür sorgt, dass das Wasser abfließen kann. Dadurch bilden sich keine lästigen Pfützen, in die man nach dem Regenfall treten könnte. Kieswege müssen nach der Anlegung nicht immer wieder erneut angelegt werden. Somit halten Kieswege viele Jahre und punkten mit einem geringen Pflegeaufwand.

Welche Nachteile hat ein Kiesweg ohne Unterbau?
Ein Kiesweg ohne Unterbau kann einige Nachteile mit sich bringen. Es fördert die Bildung von Unkraut, das bekämpft werden muss. Deshalb sollte der erhöhte Pflegeaufwand einkalkuliert werden. Damit keine Pfützen bei Regen entstehen, sollte der Kiesweg möglichst leicht geneigt verlaufen. Ebenso muss man den Kies im Auge behalten, damit er nicht im Boden absinkt. Es ist ratsam, eine Randeinfassung einzuplanen. Diese sorgt dafür, dass der Kies nicht auf der restlichen Rasenfläche landet. Wenn sich Kinder oder Haustiere im Garten frei bewegen und spielen können, sollte man beachten, dass keine Kiesel auf dem Rasen landen.
Was ist bei der Planung zu beachten?
Zu Beginn ist es wichtig, sorgfältig zu überlegen, an welcher Stelle im Garten der Kiesweg verlaufen soll. Der Kiesweg kann beliebig verlaufen. Die meisten Kieswege, die geplant werden, verlaufen bewusst um Beete, Kräuter und Sträucher. Das bietet sich insbesondere bei großen Gärten an. Ist die Gartenfläche kleiner, ist es empfehlenswert, den Kiesweg gerade verlaufen zu lassen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass der Kiesweg breit genug ist, damit ein Rasenmäher oder eine Schubkarre gut transportiert werden können. Angesichts dessen sind 80 Zentimeter für die Breite eine gute Orientierung.

Worauf muss ich bei der Randeinfassung achten?
Die Randeinfassung ist das wichtigste Element und verhindert, dass Unkraut oder Rasen den Randbereich überdecken. Außerdem hält sie Kies vom Rasen fern. Eine robuste Randeinfassung kann aus Betonsteinen, Beton, Natursteinen oder Metallkanten bestehen.
Welchen Kies kann ich für den Kiesweg verwenden?
Für den Kiesweg eignet sich am besten Kies oder Splitt. Hierbei empfiehlt es sich, auf die Größe beziehungsweise den Durchmesser zu achten. Splitt mit der Größe von 2 bis 5 Millimeter sorgt für bequemes Gehen. Eine Alternative zu Splitt ist Granit oder Basalt. Basalt hat den Vorteil, dass er auch bei dem Anbringen einer Sitzbank nicht nachgibt. Insbesondere Splitt hat den Ruf, ein natürlicher Unkrautvernichter zu sein. Dank des Splitts haben es Samen schwieriger, eine Grundlage zu finden, die es ihnen ermöglicht, sich auszubreiten.
Was muss ich bei der Farbauswahl des Kieses beachten?
Weißer Kies

Weißer Kies bietet einen guten Kontrast zu dem grünen Garten. Dadurch ist der Weg sogar bei Dämmerung und nachts nicht zu übersehen. Man sollte jedoch bedenken, dass weißer Kies sich aufgrund der Sonnen- und Lichteinstrahlung verfärben kann.
Schwarzer Kies

Schwarzer Kies hat ähnlich wie schwarze Kleidung den Nachteil, dass er Sonneneinstrahlung fördert. Das bedeutet, dass sich der Kies innerhalb kürzester Zeit aufwärmt und ein Risiko darstellen kann. Das ist im Sommer ein Problem, da es sehr unangenehm sein kann, sich barfuß oder mit Sandalen auf dem Boden fortzubewegen.
Bunter Kies

Bunter Kies ist ein Highlight. Es passt sich dem natürlichen Farbkonzept im Garten an. Bietet der Garten keine große Auswahl an Blumen- und Pflanzenarten an, kann der bunte Kies für Abwechslung sorgen.
Welche Schritte sind für das Anlegen eines Kieswegs nötig?
Sobald der ideale Ort ausgesucht wurde, kann man mit dem Boden anfangen. Als Erstes müssen die Rasensoden entfernt werden. Nun kann damit begonnen werden, den Boden auszuheben. Dabei orientiert man sich am besten an der fachmännischen Empfehlung von 5 Zentimetern. Da die Randeinfassung in den Boden eingesetzt wird, benötigt diese ebenfalls ausreichend Platz. Es ist ratsam, ein Unkrautvlies auf der Wegfläche anzubringen. Das verhindert die Bildung von Unkraut und erspart viel Arbeit.
Im Anschluss kann der Kies oder Splitt vorsichtig auf den Boden gelegt werden. Das funktioniert am besten mithilfe einer Schubkarre, in der die benötigte Menge an Gestein transportiert werden kann. Bei der Verteilung des Kiesbelags ist ein Gartenrechen nützlich, der es einfacher macht, die einzelnen Steine in die richtige Position zu bringen. Die Kiesschicht sollte hoch genug sein. Im Anschluss ist es ratsam, den Kies mithilfe einer Walze zu bearbeiten.
Kiesweg ohne Unterbau anlegen: Unser Fazit
Das Anlegen eines Kieswegs erfordert eine sorgfältige Planung. Mit einer Skizze und dem richtigen Material lässt sich ein Kiesweg kostengünstig und problemlos einbauen. Der Kiesweg ist nicht nur ein optisches Highlight im Garten, sondern punktet auch mit seinen vielen Vorteilen – auch ohne Unterbau.