Rollrasen: Die schnelle Lösung für einen perfekten Rasen

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Ein gepflegter, sattgrüner Rasen ist für viele Gartenbesitzer der Inbegriff eines schönen Gartens. Doch der Weg dorthin kann mühsam und langwierig sein – zumindest, wenn man sich für die klassische Methode der Aussaat entscheidet. Wer nicht monatelang auf das erste satte Grün warten möchte, findet in Rollrasen die ideale Alternative. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte rund um das Thema Rollrasen: von den Vorteilen über die richtige Verlegung bis hin zur Pflege.

Was ist Rollrasen?

Rollrasen, auch Fertigrasen genannt, ist ein bereits fertig gezüchteter Rasen, der in großen Bahnen oder Rollen geliefert wird. Diese Bahnen bestehen aus einer etwa zwei bis drei Zentimeter dicken Rasenschicht, die samt Wurzeln und etwas Erde abgeschält und transportiert wird. Im Garten wird der Rollrasen einfach ausgerollt und bildet innerhalb weniger Wochen eine dichte, belastbare Grasnarbe.

Die Vorteile von Rollrasen

1. Sofortige Begrünung:

Der größte Vorteil von Rollrasen ist die sofortige Wirkung. Innerhalb weniger Stunden verwandelt sich eine kahle Fläche in einen dichten, grünen Teppich.

2. Weniger Unkraut:

Da der Rollrasen bereits dicht gewachsen ist, haben Unkrautsamen kaum eine Chance, sich festzusetzen.

3. Ganzjährige Verlegung:

Rollrasen kann – abgesehen von Frostperioden – fast das ganze Jahr über verlegt werden.

4. Robust und belastbar:

Nach wenigen Wochen ist der Rollrasen voll belastbar und eignet sich auch für Gärten mit Kindern oder Haustieren.

5. Gleichmäßiges Ergebnis:

Im Gegensatz zur Aussaat entstehen keine kahlen Stellen oder ungleichmäßige Wuchsbereiche.

Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Es gibt verschiedene Sorten von Rollrasen, die sich in ihrer Zusammensetzung und ihren Eigenschaften unterscheiden. Für den Hausgarten eignet sich meist ein Spiel- und Sportrasen, der robust und pflegeleicht ist. Für Zierrasenflächen, die weniger betreten werden, gibt es besonders feine Sorten. Wer Rollrasen kaufen möchte, sollte auf die Herkunft und Qualität achten: Ein frischer, gesunder Rollrasen ist sattgrün, gut durchwurzelt und frei von Unkraut.

Die richtige Vorbereitung des Bodens

Damit der Rollrasen optimal anwächst, ist eine sorgfältige Bodenvorbereitung entscheidend:

  1. Alten Bewuchs entfernen: Entferne alle alten Grasreste, Unkraut und Steine.
  2. Boden lockern: Grabe den Boden etwa 15–20 cm tief um und arbeite bei Bedarf Sand oder Kompost ein, um die Bodenstruktur zu verbessern.
  3. Ebnen und walzen: Die Fläche sollte eben und leicht verdichtet sein, damit der Rollrasen später gut aufliegt.
  4. Düngen: Idealerweise wird ein Starterdünger ausgebracht, um das Anwachsen zu fördern.

Rollrasen verlegen – Schritt für Schritt

  1. Schnelligkeit zählt: Rollrasen sollte möglichst am Tag der Lieferung verlegt werden, da er sonst austrocknet.
  2. Bahnen ausrollen: Beginne an einer geraden Kante und lege die Bahnen dicht Stoß an Stoß aus. Versetze die Stöße wie bei Mauerwerk.
  3. Zuschnitt: Überstehende Ränder können mit einem scharfen Messer zugeschnitten werden.
  4. Andrücken und wässern: Nach dem Verlegen wird der Rasen mit einer Walze angedrückt und anschließend gründlich gewässert.

Die richtige Pflege nach dem Verlegen

In den ersten Wochen ist regelmäßiges Wässern besonders wichtig. Der Rasen sollte stets feucht gehalten werden, damit die Wurzeln gut anwachsen. Nach etwa zwei Wochen kann der Rollrasen erstmals gemäht werden – dabei sollte nicht mehr als ein Drittel der Halmlänge abgeschnitten werden. Nach vier bis sechs Wochen ist der Rasen in der Regel voll belastbar.

Fazit

Rollrasen ist die perfekte Lösung für alle, die schnell und unkompliziert einen schönen Rasen im Garten haben möchten. Mit der richtigen Vorbereitung, fachgerechter Verlegung und einer guten Pflege steht dem Traumrasen nichts mehr im Weg. Wer Wert auf Qualität legt und die Hinweise zur Pflege beachtet, wird lange Freude an seinem grünen Teppich haben.