Senkrechte Screens: Sonnen-, Wind- und Sichtschutz für Terrasse und Fenster

Ein Dach schützt von oben. Die tief stehende Abendsonne, Zugluft und neugierige Blicke kommen aber von der Seite. Senkrechte Screens, also textile Rollos, die von oben nach unten fahren, schließen diese Lücke, ohne die Terrasse dauerhaft zu verbauen.

So ist ein Screen aufgebaut

Ein Screen besteht aus einer Kassette, in der das Tuch aufgewickelt wird, zwei seitlichen Führungsschienen und einer beschwerten Endleiste. Bei sogenannten ZIP-Screens ist das Tuch an beiden Rändern über ein Reißverschluss-Profil in den Schienen gehalten. Dadurch bleibt es auch bei Wind gespannt und flattert nicht. Das Gewebe ist so dicht, dass tagsüber von außen kaum Einblick besteht, während Sie von innen weiterhin nach draußen sehen.

Drei Einbauvarianten im Vergleich

  • An der Pergola: Die Screens sitzen zwischen den Stützen einer Pergola oder Terrassenüberdachung. Aus einer offenen Konstruktion wird so bei Bedarf ein geschützter Raum. Am besten plant man sie gleich mit der Überdachung, weil die Stützen Kassette und Schienen aufnehmen müssen.
  • Aufputz: Die Kassette sitzt sichtbar auf der Fassade oder vor dem Fenster. Diese Variante lässt sich auch an bestehenden Gebäuden nachrüsten, bleibt aber von außen als Kasten erkennbar.
  • Unterputz: Die Kassette verschwindet in der Fassade oder im Sturz. Das wirkt am ruhigsten, muss aber beim Neubau oder bei einer Fassadensanierung eingeplant werden.

Bei Aluschutz etwa wird jedes Screen-Rollo einzeln geplant, sowohl für Pergolen als auch für die Montage auf oder in der Fassade.

Bedienung und Gewebe

Screens lassen sich per Kurbel oder elektrisch bedienen. Elektrische Antriebe können in eine Smart-Home-Steuerung eingebunden werden. Beim Tuch lohnt ein genauer Blick: UV-beständige Spezialgewebe mindern Hitze und Blendung, und die Farbe verändert die Wirkung. Dunkle Tücher erlauben meist eine klare Durchsicht, helle werfen mehr Sonnenlicht zurück. Lassen Sie sich Stoffmuster geben und halten Sie diese bei Tageslicht vor das Fenster, bevor Sie sich entscheiden. Auf dem Bildschirm wirken die Farben oft anders als später an der Fassade.

Was Screens nicht können

Screens bremsen Wind, sind aber kein Sturmschutz. Ab einer bestimmten Windstärke müssen sie eingefahren werden. Den Grenzwert nennt der Hersteller für das jeweilige Modell. Ein Windwächter kann das Einfahren automatisch übernehmen.

Außerdem kehrt sich der Sichtschutz abends um: Brennt drinnen Licht, sieht man von außen hinein. Und eine ringsum geschlossene Fläche staut an heißen Tagen Wärme. Lassen Sie deshalb an warmen Nachmittagen eine Seite offen, damit die Luft durchziehen kann.