Blumenkränze, Kräuterworkshops und Co.: Naturnahe Aktivitäten für besondere Anlässe

denise1203/shutterstock.com

Immer mehr rücken bei Feiern zu runden Geburtstagen, Brautpartys und Teamevents gemeinsame Aktivitäten in den Vordergrund, die mit Pflanzen, Kräutern und Materialien aus der Natur arbeiten. Das liegt auf der Hand: Gemeinsam mit den Händen etwas zu schaffen, entspannt, bringt ins Gespräch und am Ende erhält jeder etwas mit nach Hause.

Blumenkränze binden: Handwerk mit Tradition

Das Binden von Blumenkränzen gehört zu den ältesten europäischen dekorativen Handwerkstechniken. Ursprünglich rituelle Bedeutung bei Erntefesten oder Hochzeiten, ist es heute vor allem eine entspannende, kreative Beschäftigung. Für einen haltbaren Kranz eignen sich als Grundlage Weide, Rebe oder Draht; der Wickeldraht sollte möglichst dünn sein. Bei der Auswahl der Blumen ist eine Mischung aus Strukturgrün (Eukalyptus, Olive), Fokusblüten (Rosen, Dahlien) und kleinen Füllblüten ideal.

Wer den Kranz länger nutzen möchte, verwendet getrocknete Sorten wie Strohblumen, Statice oder Schleierkraut. Trockenblumen halten bei guter Pflege mehrere Jahre.
Ein Kranzworkshop dauert in der Regel zwei bis drei Stunden. Die Materialkosten pro Person liegen je nach Blumenwahl zwischen 25 und 60 Euro.

Kräuterworkshops: Aromen erleben und verarbeiten

Kräuterworkshops verbinden Botanik mit Sinneserfahrung und Handwerk. Die Teilnehmenden lernen Pflanzen zu unterscheiden, ihre Inhaltsstoffe kennen und stellen aus diesen eigenen Produkte her. Klassiker sind das Ansetzen eigener Kräutersalze, Tinkturen oder Öle, die Produktion von Naturkosmetik wie Lippenbalsam oder Handcreme.
Solche Erlebnisse passen in kleinere Gruppen ebenso wie zu größeren Anlässen. In Hamburg beispielsweise werden solche Workshops gern im Rahmen eines JGA für Frauen in Hamburg gebucht, weil sie eine ruhige Alternative zu den gängigen Partyformaten sind und trotzdem als Gruppenerlebnis funktionieren.

Angeboten werden solche Kurse in der Regel von Kräuterpädagoginnen oder auch von zertifizierten Phytotherapeutinnen, die ihre Ausbildung nach dem Konzept der Gundermann-Akademie absolviert haben. Wer einen Kurs bucht, sollte darauf achten. Die verwendeten Pflanzen sollen möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau oder zumindest aus dokumentierten Wildsammlungen stammen.

Terrarien und Pflanzgefäße

Ein weiteres Format, das in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, ist das Basteln kleiner Pflanzenwelten in Glasgefäßen. Bei den geschlossenen Terrarien entsteht ein sich selbst versorgendes Ökosystem. Das Wasser verdunstet, kondensiert am Glas und tropft wieder ins Substrat zurück. Bei guter Pflege kommen solche Systeme jahrelang ohne zusätzliche Bewässerung aus. Der Botaniker David Latimer dokumentierte in Großbritannien ein Terrarium, das seit 1960 versiegelt ist und bis heute funktioniert.

Für den Aufbau werden mehrere Schichten benötigt. Zuerst kommt eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies, darüber ein Trennvlies, dann Aktivkohle gegen Fäulnisbildung, dann das Substrat. Bepflanzt werden können die Terrarien mit feuchtigkeitsliebenden Arten wie Farnen, Moosen, Fittonien oder Mini-Efeu. Offene Gefäße werden in der Regel mit Sukkulenten bepflanzt. Hier ist ein durchlässiges Substrat und eine gute Belüftung wichtig.

Planung im Blick

Wer ein Gruppenereignis rund um Pflanzen plant, sollte einige Punkte im Hinterkopf haben:

  • Gruppengröße: Optimal sind sechs bis zwölf Personen pro Kursleitung
  • Räumlichkeiten: Große Arbeitsflächen und ein Wasseranschluss sind hilfreich
  • Jahreszeit: Frische Blumen sind saisonal unterschiedlich erhältlich, Trockenmaterial geht das ganze Jahr hindurch
  • Nachbereitung: Kränze brauchen einen Transportkarton, Kräuterprodukte müssen beschriftet werden

Wer das Ganze mit einem gemeinsamen Essen oder einem Streifzug durch einen botanischen Garten verbindet, hat einen runden Tag geschaffen, an den sich die Teilnehmenden gerne zurückerinnern.