Maden in Brombeeren: Verzehren oder wegwerfen?

brombeerstrauch
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Brombeeren sind lecker und gesund. Wer sie im eigenen Garten hat, kann sich glücklich schätzen. Die Beeren kann man nicht nur pur gut essen, sondern auch zu Marmelade verarbeiten oder einen leckeren Kuchen backen. Die Möglichkeiten, Brombeeren in der Küche zu verwenden, sind vielfältig. Zudem sind sie ähnlich gesund wie Himbeeren und Johannisbeeren.

Besonders reich sind die Früchte an den Vitaminen C, E und dem Provitamin A. Auch Mineral- und Ballaststoffe sowie Antioxidantien sind in Brombeeren reichlich enthalten. Grund genug also, sie häufiger zu sich zu nehmen. Was aber, wenn die Brombeeren Maden haben und ungenießbar sind? Wir verraten, was die Ursachen sein können und welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Was tun, wenn die Brombeeren Maden haben?

Wenn Gärtner Maden an ihren Beeren sehen, handelt es sich in den meisten Fällen um die Kirschessigfliege. Ein Madenbefall an den Brombeeren ist ärgerlich. Doch man sollte sich nicht allzu sehr ärgern, denn ein Großteil der Ernte kann meist noch gerettet werden. Wenn man die Beeren in kaltes Wasser mit etwas Salz oder Essig gibt, steigen alle Maden an die Oberfläche und man kann sie leicht abschöpfen. Manchmal erkennt man einen Madenbefall aber auch schon am Fruchtfleisch: Wenn die Maden das Fruchtfleisch bereits zerstört haben, werden die Früchte weich und können sogar einen leichten Geruch nach Essig verströmen. Dann sollte man sie natürlich nicht mehr verzehren.

maden in brombeeren

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Kann man mit Maden befallene Brombeeren essen?

Selbst wenn die Brombeeren mit der Kirschessigfliege befallen sind, kann man sie unter Umständen dennoch essen. Es kommt immer auf die Schwere des Befalls an. Sind die Früchte außen noch unversehrt und sind keine Einstichstellen zu sehen, kann man sie bedenkenlos noch zu sich nehmen. Wenn Sie die Brombeeren erhitzen, etwa zum Kochen von Marmelade, werden die Maden ohnehin zerstört. Man kann befallene Beeren also durchaus noch essen.

Allerdings sollte man Brombeeren nur bis zu einem bestimmten Datum pflücken. Man sagt, dass sie nach Michaeli, dem 29.09., nicht mehr genießbar sind. Pflücken Sie die Beeren auch nicht zu früh, denn unreife Beeren sind sehr sauer und können Magenprobleme verursachen. Reife Beeren erkennt man an ihrer dunkelroten, fast schwarzen Farbe. Auch lassen sie sich problemlos vom Strauch pflücken.

Wie kann man einem Madenbefall vorbeugen?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den Maden in den meisten Fällen um die Kirschessigfliege. Es gibt einige vorbeugende Maßnahmen, die man ergreifen kann, damit diese Fliegenart die Brombeersträucher nicht befällt. Es ist zum Beispiel ratsam, den Busch engmaschig mit einem Netz zu umspannen. Verwenden Sie auf jeden Fall ein Netz mit eine Maschenweite von maximal 1,3 Millimetern. Hilfreich kann es weiterhin sein, den Boden, auf dem der Brombeerstrauch steht, mit etwas Stroh abzudecken. Auch das kann die Fliegen dauerhaft fernhalten.

Sorgen Sie am Brombeerstrauch für eine gute Belüftung und ein trockenes Klima, denn dann überleben die Maden nicht. Das erreichen Sie, indem Sie den Strauch in regelmäßigen Abständen gut zurückschneiden. Zu guter Letzt hilft ein Nematoden-Einsatz. Nematoden sind kleine Fadenwürmer. Wird der Strauch damit begossen, werden die Maden augenblicklich getötet und fallen zu Boden.

frische brombeeren

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Wenn die Maßnahmen nicht wirken

Trotz aller vorbeugender Maßnahmen kann es dennoch passieren, dass die Früchte befallen sind. Ernten Sie dann mindestens alle zwei Tage die reifen Früchte, die Sie noch verwerten können. Stark befallene Früchte entsorgen Sie am besten. Nutzen Sie dafür am besten eine Güllegrube und nicht den Kompost, damit wirklich alle Eier abgetötet werden. Sie können auch versuchen, die lästigen Fliegen zu fangen.

Verwenden Sie dafür im Fachhandel erhältliche Fliegenfallen oder bauen Sie sich eine eigene Falle. Das geht ganz einfach, indem Sie eine leere Flasche mit einer Mischung aus Apfelessig und Wasser füllen. Fügen Sie einen Tropfen Spülmittel oder etwas Rotwein hinzu und Sie werden sehen, dass Sie schon bald viele Fliegen in der Falle haben.

Was ist die Kirschessigfliege überhaupt?

Die Maden der Kirschessigfliege findet man nicht nur an Brombeersträuchern. Auch andere Obstarten wie Johannisbeeren, Himbeeren und Kirschen werden davon befallen. Im Obstanbau ist die Kirschessigfliege demnach ein gefürchteter Schädling, den man am besten wirkungsvoll bekämpft. Auch Pfirsiche, Pflaumen und Nektarinen sind vor dem Ungeziefer nicht gefeit. Wer einen Befall entdeckt, sollte die bereits befallenen Früchte unverzüglich ernten, um eine Vermehrung der Maden zu verhindern.

Fazit

Sind Brombeeren oder andere Früchte im Garten von Maden befallen, handelt es sich in den meisten Fällen um die Kirschessigfliege. Damit es erst gar nicht zu einem Befall kommt, spannen Sie am besten ein engmaschiges Netz um den Obstbaum oder -strauch. Konnten sich die Maden dennoch ungehindert ausbreiten, schauen Sie sich den Grad des Befalls an. Ist er nur gering und sind die Früchte noch nicht weich und matschig, können sie problemlos noch verzehrt werden. Ist der Befall schlimmer, wird empfohlen, die Früchte zu erhitzen. Dann sterben alle Maden ab und Sie müssen die Früchte nicht wegwerfen.