Rosmarin umpflanzen: Tipps und DIY-Anleitung

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist nicht nur ein beliebtes Küchenkraut, sondern auch eine attraktive und pflegeleichte Pflanze für Garten und Balkon. Doch manchmal wächst der Rosmarin zu groß für seinen Standort, leidet an ungünstigen Bedingungen oder soll einfach einen neuen Platz bekommen. Dann ist es Zeit, den Rosmarin umzutopfen oder umzupflanzen.
In diesem Artikel erfährst du, wann der beste Zeitpunkt dafür ist, wie du dabei vorgehst und worauf du achten solltest, damit dein Rosmarin gesund weiterwächst.
Warum sollte man Rosmarin umpflanzen?
Es gibt verschiedene Gründe, warum das Umpflanzen von Rosmarin sinnvoll sein kann:
- Platzmangel: Der Rosmarin ist zu groß für den bisherigen Topf oder Standort geworden.
- Bodenprobleme: Der Boden ist zu schwer, zu feucht oder ausgelaugt.
- Standortwechsel: Die Pflanze soll an einen sonnigeren, geschützteren oder dekorativeren Platz.
- Überwinterung: Rosmarin im Topf muss zum Schutz vor Frost im Herbst ins Haus oder an einen geschützten Ort umziehen.
- Verjüngung: Ältere Pflanzen profitieren manchmal von einem neuen Standort mit frischer Erde.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Grundsätzlich gilt: Rosmarin sollte am besten im Frühjahr oder Frühherbst umgepflanzt werden. Zu diesen Zeiten ist das Wachstum aktiv, und die Pflanze kann sich gut an den neuen Standort gewöhnen. Im Sommer ist das Umpflanzen wegen der Hitze und Trockenheit eher ungünstig, im Winter sollte es wegen der Kälte vermieden werden.
Tipp: Umpflanzen an einem bedeckten Tag oder in den frühen Morgen- bzw. Abendstunden schont die Pflanze zusätzlich.
Rosmarin im Topf umpflanzen
Viele Hobbygärtner halten Rosmarin im Topf, da er so leichter überwintert werden kann. Nach ein bis zwei Jahren oder wenn die Wurzeln aus dem Abzugsloch wachsen, ist es Zeit für einen größeren Topf.
So gehst du vor:
- Neuen Topf wählen: Der neue Topf sollte mindestens 3–5 cm größer im Durchmesser sein als der alte. Wichtig ist ein Abzugsloch, damit keine Staunässe entsteht.
- Erde vorbereiten: Rosmarin liebt lockere, durchlässige Erde. Eine Mischung aus Kräutererde, etwas Sand oder Blähton eignet sich besonders gut.
- Pflanze vorsichtig herausnehmen: Die Erde leicht anfeuchten, den Topf kippen und den Rosmarin samt Wurzelballen behutsam herauslösen.
- Wurzeln kontrollieren: Alte oder faulige Wurzeln abschneiden, zu lange Wurzeln leicht einkürzen.
- Einpflanzen: Eine Schicht Drainagematerial (z. B. Blähton) in den neuen Topf geben, dann etwas Erde einfüllen, die Pflanze einsetzen und rundherum mit Erde auffüllen. Gut andrücken, aber nicht zu fest.
- Angießen: Nach dem Umtopfen die Pflanze gründlich wässern, damit sich die Erde gut um die Wurzeln legt.

Mind Pro Studio/shutterstock.com
Rosmarin im Garten umpflanzen
Auch im Beet kann es nötig sein, Rosmarin zu versetzen – etwa, wenn er zu groß wird oder ein besserer Platz gefunden wurde.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Neuen Standort wählen: Rosmarin liebt sonnige, warme und windgeschützte Plätze mit durchlässigem, eher sandigem Boden.
- Pflanze ausgraben: Mit einer Grabegabel oder einem Spaten großzügig um die Pflanze herum stechen, um möglichst viele Wurzeln zu erhalten. Vorsichtig herausheben.
- Neues Pflanzloch vorbereiten: Das Loch sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Den Boden eventuell mit Sand oder Kies verbessern.
- Einsetzen: Die Pflanze so tief wie zuvor einpflanzen, Erde auffüllen und leicht andrücken.
- Angießen: Nach dem Umpflanzen gut wässern, damit die Wurzeln Kontakt zur Erde bekommen.
- Anwachsen unterstützen: In den ersten Wochen regelmäßig gießen, vor allem bei Trockenheit.
Nach dem Umpflanzen: Pflege-Tipps
- Wässern: Direkt nach dem Umpflanzen ist regelmäßiges Gießen wichtig, bis die Pflanze wieder gut angewachsen ist. Staunässe aber unbedingt vermeiden!
- Düngen: Erst nach einigen Wochen, wenn die Pflanze neue Triebe zeigt, leicht düngen.
- Schnitt: Ein leichter Rückschnitt nach dem Umpflanzen fördert die Verzweigung und das Wachstum.
- Schutz: Bei kaltem Wetter oder starker Sonne kann ein Vlies oder Schattennetz hilfreich sein.
Häufige Fehler
- Zu grobes oder rabiates Ausgraben, wodurch viele Wurzeln verletzt werden.
- Umpflanzen zur falschen Jahreszeit (Sommerhitze oder Winterfrost).
- Verwendung von schwerer, lehmiger oder nasser Erde.
- Zu tiefes Einpflanzen: Rosmarin sollte nicht tiefer stehen als vorher.
- Nach dem Umpflanzen nicht ausreichend wässern.
Fazit
Das Umpflanzen von Rosmarin ist mit etwas Vorsicht und der richtigen Technik einfach und lohnt sich für die Gesundheit und das Wachstum der Pflanze. Ob im Topf oder im Garten: Ein neuer Standort kann Wunder bewirken, wenn die Bedingungen stimmen. So bleibt dein Rosmarin kräftig, aromatisch und ein Hingucker in jedem Garten oder auf dem Balkon.
