Seerose wuchert Teich zu: Ursachen und Gegenmaßnahmen
Seerosen faszinieren mit prächtigen Blütenblätter, die von breiten grünen Schwimmblättern auf dem Wasser getragen werden. Diese beliebten Wasserpflanzen gedeihen in der Natur auf der ganzen Welt in gemäßigten und in tropischen Klimazonen. Insbesondere in den sogenannten stehenden Süßgewässern sind die verschiedenen Sorten der Seerosen zuhause.
Zudem fühlen sich diese Pflanzen auch in fließendem Süßwasser wohl, wenn die Fließgeschwindigkeit ein bestimmtes Maß nicht überschreitet. Daher sind künstlich angelegte Gartenteiche und fließende Wasserspiele in Parkanlagen ideal für die Anpflanzung von Seerosen geeignet. Die Blüten in den Farben Rosa, Pink, Gelb und Weiß sowie Rot leuchten von der Wasseroberfläche weithin in die Umgebung. Neben dem Farbton des Wassers machen auch die grünen Schwimmblätter die Blüten zu einem Blickfang.
Was tun, wenn die Seerose den heimischen Teich zu wuchert?
In der Regel sind Seerosen als Zierpflanzen eine einzige Freude. Allerdings kann auch diese bei Jung und Alt beliebte Wasserpflanze ganze Bereiche überwuchern. Die Ursachen für eine unerwünschte Überwucherung sind vielfältiger Art. Es gibt deshalb auch zahlreiche verschiedene Lösungen, um das Problem zu beseitigen. Auf jeden Fall muss bei optimaler Pflege dieser Zierpflanzen niemand auf seine Wasserrosen im Garten, im Park oder auch auf dem Dachgarten verzichten.
Wuchsverhalten kennen und beobachten
Wenn die gesamte Fläche eines Gartenteichs unerwartet rasch von dem Wuchs einer Seerose eingenommen wird, kann der Grund das Wuchsverhalten der Pflanze sein. Wie bei allen Gewächsen im Freiland gibt es auch unter den Seerosen Sorten, die sich stark ausbreiten und zum Gedeihen sehr viel Platz benötigen. Unter anderem die Sorten Gladstoniana und Attraction wachsen relativ rasch in die Breite.

Die Seerosen Gladstoniana gehören zu den berühmten Wasserpflanzen, die auch häufig auf Gemälden oder Fotografien zu sehen sind. Sie sind an ihren hellen, weißen Blütenblättern zu erkennen. Eine Spur langsamer und weniger in die Breite wachsende Arten sind die Seerosen James Brydon und Colorado. Kleinere Seerosen oder auch die Zwergvarianten benötigen nicht nur eine geringe Flächen während des Wachstums. Sie fühlen sich auch in geringen Tiefen wohl.

Daher sind Sorten wie zum Beispiel die Seerose Walter Pagels sogar für das Anpflanzen in sehr kleinen Teichen oder in großen Zinkwannen auf dem Balkon geeignet. Eine gute Wahl für die zur Größe des Teichs passende Art können die speziell gezüchteten Hybride sein. Diese Seerosen-Hybride sind Optimierungen von Züchtern, die auf beliebte Blütenfarben, Form der Blätter und auch Wuchsverhalten achten. Mit Sicherheit findet sich für jeden Teich die perfekt passende Seerose.
Sonniger Standort
Neben der in Europa beheimateten weißen Seerose Alba sind diese Wasserpflanzen in den Subtropen viele Stunden Sonnenschein am Tag gewöhnt. Für ein gesundes Wachstum sollte der Teich daher ebenfalls in einer sonnigen bis halbschattigen Lage angelegt sein. Ungefähr mindestens sechs Stunden am Tag benötigen die Blätter der Seerose das Licht der Sonne.
Um das übermäßige Wachstum einer Seerose zu verlangsamen, kann aber auch Schatten hilfreich sein. Als Beschattung von Gartenteichen oder Zinkwannen eignen sich Überdachungen in Form von bewachsenen Pergola, große Schirme oder auch hoch gewachsene Bäume, durch deren Blätterdach im Sommer kaum noch Sonnenlicht scheint. Je nach Wunsch lässt sich das Wachstum mit einer Überdachung, die zum Beispiel aus beweglichen, fernsteuerbaren Lamellen besteht, sogar gezielt steuern.
Pflege der Seerosen für optimales Wachstum
Wenn ein Gewässer reich an Nährstoffen ist, fördern diese das Wachstum der Seerosen wie eine Art Blumendünger. Daher kann die Kontrolle der Wasserqualität ein sinnvoller Schritt für die Verlangsamung des Wachstums sein. Zum Teil kann ein Teich auch überwuchert wirken, weil zu viele ältere, verblühte und abgefallene Blütenblätter und Schwimmblätter im Wasser treiben. Ähnlich wie im Herbst das Laub der Bäume sollte das Wasserlaub regelmäßig entfernt werden.

Ein Stab mit einer beweglichen Zange oder einem kleinen Netz hilft, alle losen Blätter von der Wasseroberfläche zu fischen. Zudem macht bei der Kontrolle des Wachstums der Seerosen auch der Schnitt der Wurzeln Sinn. Während Pflanzen, die im festen Erdreich daheim sind, oft im Herbst oder im Frühjahr an ihren Stängeln zurückgeschnitten werden, freuen sich Seerosen über den Rückschnitt unter Wasser an den Wurzelstöcken. Mit der Teilung der Wurzelstöcke ist gleichzeitig für die Halbierung des Wachstums der neuen Blüten und Schwimmblätter gesorgt.
Die geteilten Wurzelstöcke sind ein schönes Geschenk für die Gartennachbarn, die sich ebenfalls über die Blüten freuen werden. Damit der Schnitt an den Wurzeln leicht gelingt, sollten die Seerosen statt am Grunde des Teichs in einzelnen ausreichend großen Töpfen angepflanzt werden. In der Regel bestehen Gartenteiche am Boden aus Folien, die das Versickern des Wassers in das Erdreich verhindern sollen. Deshalb sind Töpfe ohnehin oft die einzige Wahl. Schließlich kann auch eine Seerose an den Blättern und den Blüten mit viel Sorgfalt zurückgeschnitten werden, sodass die Überwucherung innerhalb kurzer Zeit beendet ist.
Natürliche Verhältnisse im Gartenteich schaffen
Es gibt Fischarten, die gerne Seerosen fressen. Unter anderem Goldfische und einige Karpfenarten lieben die grünen und bunten Blätter dieser Wasserpflanze. Es gibt sogar Besitzer von Gartenteichen, die ihre Seerosen durch spezielle Pflanzkörbe schützen. Diese Körbe reichen vom Boden der Töpfe bis hoch zum Wasserrand unterhalb der grünen Schwimmblätter, sodass sie unsichtbar bleiben. Auf jeden Fall können Goldfische eine sinnvolle Kombination zur Seerose in einem kleinen Gartenteich sein, um die Überwucherung zu verhindern.

Die Fische sind ein natürlicher Gegenspieler, die für einen einzigartigen Flair im Garten sorgen werden. Zum Beispiel entscheiden sich Gartenbesitzer gern für Seerosenarten aus Asien für ihren Teich, in dem bereits Koi schwimmen. Allerdings ist die beste Maßnahme für die Verhinderung von unkontrolliert wuchernden Seerosen im Teich vom ersten Tag an die Wahl einer passenden Sorte wie eine hybride Art, deren Wachstumsverhalten zur Größe des Teichs passt.