Hecke pflanzen im Herbst: So gelingt der Start vor dem Winter

Wer im nächsten Frühjahr eine dichte, grüne Hecke im Garten haben möchte, kann schon im Herbst den Grundstein dafür legen. Denn jetzt ist für viele Heckenpflanzen eine gute Pflanzzeit. Der Boden ist vom Sommer noch etwas aufgewärmt, gleichzeitig sorgt der Herbstregen für ausreichend Feuchtigkeit. So können die Pflanzen vor dem Winter erste Wurzeln bilden und im Frühjahr kräftig austreiben.
Welche Heckenpflanzen eignen sich für die Herbstpflanzung?
Nicht jede Hecke wächst gleich schnell oder braucht dieselbe Pflege. Deshalb lohnt es sich, vor dem Pflanzen zu überlegen, wie hoch und dicht die Hecke später werden soll.
- Hainbuchen sind robust, gut schnittverträglich und kommen mit unterschiedlichen Standorten zurecht.
- Rotbuchen behalten ihr trockenes Laub häufig bis zum Frühjahr und bieten dadurch auch im Winter noch einen gewissen Sichtschutz.
- Wer eine immergrüne Hecke bevorzugt, kann sich für Eiben entscheiden. Sie wachsen zwar eher langsam, werden dafür aber schön dicht.
- Auch Liguster ist eine beliebte Wahl, besonders wenn die Hecke schnell wachsen soll. Je nach Sorte und Witterung verliert er im Winter allerdings einen Teil seiner Blätter.
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Den Boden richtig vorbereiten
Bevor die ersten Pflanzen in die Erde kommen, sollte der Boden vorbereitet werden. Entfernt werden zunächst Unkraut, Steine und größere Wurzelreste. Anschließend wird die Erde gründlich gelockert.
Für eine längere Hecke ist ein durchgehender Pflanzgraben meist praktischer als viele einzelne Löcher. Sparen sollte man nicht bei der Breite, denn die Wurzeln brauchen viel Platz. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser abfließen kann, denn dauerhaft nasse Wurzeln vertragen die meisten Heckenpflanzen nicht gut. Stark verdichteten Böden tut eine Auflockerung vorab gut.
Heckenpflanzen richtig einsetzen – Schritt für Schritt
Damit die Hecke später gleichmäßig wächst, kommt es auf den richtigen Pflanzabstand an. Wie viele Pflanzen pro Meter benötigt werden, hängt von der Art und ihrer Größe ab. Wer zu eng pflanzt, riskiert, dass sich die Gehölze später gegenseitig bedrängen.
Die Pflanzen sollten ausreichend tief in die Erde, danach wird der Pflanzgraben mit Erde aufgefüllt und vorsichtig angedrückt. Anschließend heißt es: gründlich gießen. Auch wenn der Boden durch Herbstregen bereits feucht ist, brauchen frisch gesetzte Pflanzen Wasser. So schließt sich die Erde besser um die Wurzeln und größere Hohlräume verschwinden.
Tipp: Eine dünne Mulchschicht kann zusätzlich helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
So kommt die junge Hecke gut durch den ersten Winter
Frisch gepflanzte Hecken brauchen auch im Winter etwas Aufmerksamkeit. Besonders immergrüne Arten wie Eiben verdunsten weiterhin Wasser. Bleibt der Regen längere Zeit aus, sollten sie deshalb an frostfreien Tagen gegossen werden. Eine Schicht aus Laub oder Rindenmulch schützt den Wurzelbereich vor starken Temperaturschwankungen.
Direkt am Stamm sollte das Material allerdings nicht aufgehäuft werden. Mit einem kräftigen Rückschnitt wartet man bei vielen frisch gepflanzten Hecken besser bis zum passenden Zeitpunkt. Wann geschnitten werden sollte, hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab.
Diese Fehler sollten Gartenbesitzer vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, die Pflanzen zu dicht nebeneinanderzusetzen. Anfangs sieht die Hecke dadurch zwar schön geschlossen aus, später fehlt den einzelnen Gehölzen aber der Platz. Auch bei gefrorenem oder völlig durchnässtem Boden sollte nicht gepflanzt werden. Wer die Wurzeln zu tief eingräbt oder nach dem Einsetzen zu wenig gießt, erschwert den Pflanzen das Anwachsen.
